Elektrische Zahnbürsten-Kaufberatung
So wählen Sie das richtige Produkt

  • Das Wichtigste in Kürze:
  • Elektrische Zahnbürsten entfernen Zahnbelag effizienter als Handzahnbürsten.
  • Sie verfügen oft über Zusatzprogramme wie eine Zahnfleischmassage.
  • Schallzahnbürsten gewährleisten eine besonders gründliche Reinigung, ohne das Zahnfleisch zu verletzen.
  • Um ein ideales Reinigungsergebnis zu erzielen, ist abgesehen von der passenden Zahnbürste auch die richtige Putztechnik nötig.

Die täglichen Herausforderungen für die Zähne

Saubere und gesunde Zähne gehören zweifellos zu einem gepflegten Erscheinungsbild. Ein strahlendes Lächeln ist eine Garantie für einen gelungenen ersten Eindruck. Durch unsere alltäglichen Gewohnheiten sind unsere Zähne jedoch Belastungen ausgesetzt, die eine gründliche Zahnpflege notwendig machen. Es ist unvermeidbar, dass im Laufe des Tages auf den Zähnen ein Film aus Speiseresten und Bakterien entsteht. Dieser Belag wird Plaque genannt und führt zu Zahnfleischentzündungen sowie Zahnstein, wenn er nicht regelmäßig entfernt wird. Da Plaque häufig an schwer erreichbaren Stellen des Gebisses entsteht, ist eine tägliche, gründliche Reinigung unabdingbar.

Elektrische Zahnbürsten ermöglichen eine besonders effektive Reinigung und verleihen für lange Zeit ein sauberes und frisches Mundgefühl. Gegenüber herkömmlichen Zahnbürsten bieten sie eine Vielzahl an Vorteilen.

Die Vorteile einer elektrischen Zahnbürste

Eine elektrische Zahnbürste nimmt dem Nutzer die Putzbewegungen größtenteils ab. Sie wird lediglich sanft an der Zahnoberfläche entlanggeführt. Gerade Morgenmuffel sind also mit einer elektrischen Zahnbürste gut beraten. Die bequemere Handhabung ist aber nicht das entscheidende Argument für eine elektrische Zahnbürste. Mit einer gewöhnlichen Handzahnbürste erreichen Sie 300 bis 600 Bewegungen pro Minute. Eine einfache elektrische Zahnbürste schafft hingegen mehrere tausend Bewegungen. Premium-Modelle kommen sogar auf fast 50.000 Bewegungen pro Minute. Durch die schnellen Putzbewegungen wird Plaque deutlich effizienter entfernt als mit einer Handzahnbürste und Zähne sowie Zahnfleisch werden langfristig geschont.

Elektrische und manuelle Zahnbürsten im Vergleich

Eine ordentliche Zahnpflege ist nicht nur aus ästhetischen Gründen wichtig, sie trägt auch erheblich zu unserem körperlichen Wohlbefinden bei. Schadhafte Zähne verursachen Schmerzen, sodass Sie eventuell bestimmte Speisen nicht mehr zu sich nehmen können. Entzündungen im Mund sind nicht nur unangenehm, sondern können zu Komplikationen führen, wenn sie nicht behandelt werden. Die Wahl der richtigen Bürste trägt beträchtlich zur Zahngesundheit bei. Wenn Sie die richtige Putztechnik anwenden, erzielen Sie mit einer elektrischen Zahnbürste optimale Ergebnisse.

Handzahnbuersten sowie eine elektrische Zahnbuerste samt Buerstenkopf liegen auf einem Holztisch

Bei richtiger Handhabung ist zwar auch mit einer Handzahnbürste ein sehr gutes Putzergebnis möglich. Viele Nutzer von klassischen Handzahnbürsten wissen aber, dass Sie ab und zu etwas nachlässig damit putzen. Die erleichterte Handhabung einer elektrischen Zahnbürste kann ein Anreiz sein, die Zähne morgens und abends ausreichend lang zu putzen.

Hierfür bieten viele Modelle einige interessante Extras, wie Timer oder voreingestellte Reinigungsmodi. Manche Ausführungen erinnern Nutzer sogar an einen Seitenwechsel. Ein weiterer Vorteil von elektrischen Zahnbürsten ist, dass der Bürstenkopf je nach Reinigungsbedarf gewechselt werden kann.

Somit sind elektrische Zahnbürsten eine hervorragende Alternative zu Handzahnbürsten. Die schwingenden und rotierenden Borsten entfernen schädliches Plaque selbst an schwer erreichbaren Stellen des Gebisses – und das deutlich gründlicher als herkömmliche Handzahnbürsten. Die besonders schonende Putztechnik verbunden mit der einfachen Handhabung reduziert das Risiko von Zahnfleischentzündungen. Auch wenn elektrische Zahnbürsten deutlich teurer sind als Handzahnbürsten, lohnt sich der Wechsel. Modelle, die sehr gute Ergebnisse erzielen, sind für einen moderaten Anschaffungspreis erhältlich. Nur auf manche Zusatzfunktionen müssen Sie dann gegebenenfalls verzichten.

VorteileNachteile
Selbstständige PutzbewegungenHohe Anschaffungs- und Folgekosten
Effektive Befreiung von PlaqueStromverbrauch
Gründliche Reinigung der Zahnzwischenräume
Viele verschiedene Funktionen
Flexibilität dank verschiedener Aufsätze

Welche Arten der elektrischen Zahnreinigung gibt es?

Hinter dem Begriff „elektrische Zahnbürste“ verbergen sich drei verschiedene Technologien, durch welche die Borsten in Schwingung versetzt werden. Sie unterscheiden sich nicht nur in der Art der Bewegung, sondern auch preislich. Neben den weit verbreiteten Rotationszahnbürsten gibt es die Schall- beziehungsweise Ultraschallzahnbürsten. Alle Modelle haben Vor- und Nachteile und eignen sich für verschiedene Ansprüche beziehungsweise Verbrauchertypen.

Die Bewebungsmuster von Rotations-, Schall-, und Ultraschallbuersten
Von links nach rechts: Rotations-, Schall- und Ultraschallzahnbürste.

Der Allrounder: die rotierend-oszillierende Zahnbürste

Unter den verschiedenen Technologien stellen Rotationszahnbürsten – auch oszillierende Zahnbürsten genannt – die verbreitetste Art dar. Die Zahnbürsten sind meist an der typischen runden Bürstenform zu erkennen, die ein kleiner Elektromotor in rotierende Bewegungen versetzt. Oszillierende Rotation bedeutet, dass der Bürstenkopf nicht komplett um die eigene Achse, sondern hin und her rotiert. Mittels dieser Oszillation poliert die Bürste die Zahnoberfläche und entfernt den Zahnbelag. Putzbewegungen brauchen Nutzer nicht selbst auszuführen. Es genügt, die Rotationszahnbürste mit leichtem Druck an den Zahn zu halten. Die rotierenden Borsten eignen sich besonders gut, um auch schwer erreichbare Stellen zu reinigen. Allerdings ist die Verletzungsgefahr am Zahnfleisch bei Rotation höher als bei Schall. Manche Modelle haben deshalb Sensoren, die bei zu hoher Druckausübung Alarm schlagen.

Im Vergleich zu anderen elektrischen Zahnbürsten zeichnen sich Rotationsgeräte durch einen niedrigen Anschaffungspreis aus. Bereits ab 50 Euro erhalten Verbraucher eine hochklassige Zahnbürste mit Standard-Equipment. Was die Reinigungstechnologie anbelangt, gelten Rotationsgeräte allerdings als etwas überholt. Im Vergleich zu Schall- und Ultraschallzahnbürsten ist ihre Bewegungsgeschwindigkeit niedrig. Sie liegt bei hochklassigen Modellen zwischen 9.000 und 10.000 Bewegungen pro Minute. Unter den drei Technologien ist die Rotation am wenigsten effizient – dennoch weit wirkungsvoller als eine Handzahnbürste. Auch die Auswahl an Reinigungsfunktionen fällt im Vergleich etwas mager aus. Spezielle Programme für empfindliches Zahnfleisch etwa sind bei einem Rotationsgerät selten zu finden.

VorteileNachteile
Viele preisgünstige ModelleRisiko für Zahnfleischverletzungen
Effektive Entfernung von ZahnbelagZeitaufwendigere Putztechnik
Einfache Bedienung

Für sensible Zähne: die Schallzahnbürste

Anders als Rotationszahnbürsten nutzen diese Zahnbürsten einen Schallwandler, der die Borsten in Vibration versetzt. Keineswegs ist es also der Schall, der den Zahnbelag entfernt. Der längliche Bürstenkopf bewegt sich hier nicht rotierend, sondern schwingt schnell hin und her, was eine deutlich höhere Bewegungsfrequenz und dementsprechend eine bessere Mundhygiene bedeutet. Eine herkömmliche Schallzahnbürste erreicht 30.000 Bewegungen pro Minute, hochwertige Modelle kommen auf bis zu 60.000. In der Regel sind Schallzahnbürsten etwas teurer als Rotationsmodelle.

Die hohe Bewegungsfrequenz geht aber nicht zwangsläufig mit einer zusätzlichen Belastung für das Zahnfleisch einher. Das Schwingungssystem übt einen milden Druck auf die Zähne aus, sodass Zahnfleisch und Zahnschmelz geschont werden. Beim Kauf einer neuen Schallzahnbürste ist trotzdem auf die Intensität des Vibrationssystems zu achten. Ist sie zu hoch eingestellt, kann die Zahnbürste ein etwas unangenehmes Gefühl im Mundraum und Kiefer erzeugen. Für besonders empfindliche Nutzer ist deshalb der Kauf eines Geräts mit regulierbaren Intensitätsstufen ratsam.

VorteileNachteile
Effektive Lockerung des ZahnbelagsHöhere Anschaffungskosten
Große BorstenflächeGewöhnungsbedürftige Vibrationen
Schonend für das Zahnfleisch

Das Premiummodell: die Ultraschallzahnbürste

Die jüngste Entwicklung im Bereich der elektrischen Zahnreinigung sind Ultraschallzahnbürsten. Sie reinigen die Zähne nicht durch mechanisches Bürsten, sondern mithilfe der Luftschwingungen, die sie erzeugen. In Kombination mit einer speziellen Zahnpasta werden Mikroblasen an den Zähnen erzeugt, die beim Platzen den Schmutz von der Zahnoberfläche entfernen. Im Vergleich zu anderen elektrischen Zahnbürsten erreichen Ultraschallzahnbürsten Vibrationsgeschwindigkeiten von bis zu zwei Millionen Bewegungen pro Minute. Aufgrund dieser hohen Zahl verspricht die Technologie hellere und gesündere Zähne sowie eine insgesamt gründlichere Mundhygiene.

Bei der praktischen Handhabung müssen sich Nutzer umgewöhnen, denn das Putzen unterscheidet sich grundlegend von den üblichen Bewegungen bei Handzahnbürsten und anderen elektrischen Zahnbürsten. Bei der Anwendung wird die Ultraschallzahnbürste nur einige Sekunden an jeden Zahn gehalten, ohne Reibung oder Druck auszuüben. Die Zahnbürste übernimmt allein die Reinigungsleistung. Hierdurch dauert das Putzen etwas länger, schont aber Zähne und Zahnfleisch.

Unter den elektrischen Zahnbürsten sind die Ultraschallzahnbürsten am kostspieligsten. Mittelklassige Modelle sind für 150 bis 200 Euro erhältlich. Für hochwertige Geräte kann der Preis bis zu 500 Euro betragen. Auch die spezielle Zahnpasta ist deutlich teurer als konventionelle Produkte. Hinzu kommt, dass die Modellauswahl bei dieser neuen Technik noch recht klein ist.

VorteileNachteile
Sehr hohe VibrationsfrequenzHohe Anschaffungskosten
Gründlichste ReinigungSpezielle Zahnpasta nötig
Schonend für das Zahnfleisch

Darauf kommt es beim Kauf einer elektrischen Zahnbürste an

Neben der Reinigungstechnologie spielen auch Kriterien wie die Akkulaufzeit oder die Frequenz eine wichtige Rolle bei der Auswahl der geeigneten Elektrozahnbürste. Die Bürsten bieten in der Regel mindestens zwei Reinigungsmodi, wobei kostspieligere Modelle mit mehr Spezialfunktionen aufwarten. Die meisten Hersteller haben für bestimmte Anwendungsbereiche spezielle Bürstenköpfe im Angebot.

Stundenlanges Putzen – die Akkuleistung

Der Akku einer elektrischen Zahnbürste soll natürlich möglichst lange halten. Besonders für Menschen, die viel reisen, ist das ein wichtiges Kriterium, denn nicht immer ist eine Steckdose in der Nähe. Was die Akkuleistung betrifft, sind Nickel-Metallhydrid-Akkus (NiMH) etwas schwächer als Lithium-Ionen-Akkus. Eine Rotationszahnbürste mit NiMH-Akku muss meist nach etwa sieben Tagen aufgeladen werden. Elektrische Zahnbürsten mit Lithium-Ionen-Akku schaffen hingegen bis zu sechs Wochen.

Wie lang ein Akku tatsächlich durchhält, hängt von der individuellen Nutzung des Geräts ab. Die Hersteller gehen bei der Angabe der maximalen Akkulaufzeit von einem Betrieb von vier Minuten täglich aus.

Wasserfestigkeit für Zeitsparer

Viele Menschen putzen sich unter der Dusche die Zähne, um am Morgen Zeit zu sparen. Wer von einer Handzahnbürste auf ein elektrisches Modell umsteigt, fragt sich vielleicht, ob diese Gewohnheit weitergeführt werden kann. Die Abkürzung IP für „International Protection“ gibt an, wie sicher elektrische Geräte vor Wasser geschützt werden. Für den Gebrauch unter der Dusche sollte eine elektrische Zahnbürste mindestens mit IPX7 zertifiziert sein. Je höher die Zahl am Ende ist, desto wasserfester ist ein Gerät.

Schnell, schneller, am schnellsten: die Putzgeschwindigkeit

Die Reinigungsleistung einer elektrischen Zahnbürste hängt maßgeblich von der Vibrationsfrequenz ab. Je mehr Bewegungen ein Bürstenkopf pro Minute vollzieht, desto besser ist das Reinigungsergebnis.

Frau putzt sich ihre Zaehne mit einer elektrischen Zahnbuerste

Rotierende Zahnbürsten kommen auf 4.000 bis 20.000 Schwingungen pro Minute. Schallzahnbürsten schwingen deutlich schneller mit bis zu 60.000 Bewegungen in der Minute. Doch Ultraschallzahnbürsten schlagen beide deutlich. Sie schaffen mehrere Millionen Schwingungen. Die hohen Geschwindigkeiten bei der elektrischen Zahnreinigung haben den Vorteil, dass dadurch im Mund dynamische Flüssigkeitsströmungen entstehen, welche die Zahnzwischenräume durchspülen.

Reinigungsmodi – Standard, Schonen oder Polieren?

Viele elektrische Zahnbürsten verfügen über verschiedene Reinigungsmodi. So können Nutzer ihre bevorzugte Art und Weise der Reinigung selbst auswählen. Übliche Funktionen sind Polieren, Zahnfleischmassage oder ein besonders schonender Putzmodus. Für viele Nutzer reicht aber auch der Standardmodus vollkommen aus. Überlegen Sie, welche Modi für Sie persönlich sinnvoll sind, denn jede Zusatzfunktion ist mit einem höheren Anschaffungspreis verbunden.

ModusFunktion
TiefenreinigungBessere Putzergebnisse durch Verlängerung der Gesamtputzzeit
SensitivLangsamer Betrieb für eine sanftere Reinigung
MassageMassage des Zahnfleischs
AufhellungPoliereffekt dank variierender Geschwindigkeit
ZungenreinigungReinigung der Zunge
Gängige Putzmodi und ihre Funktionen.

Abwechslung beim Putzen – verschiedene Bürstenköpfe

Wichtig für eine gesunde Mundhygiene ist auch, dass sich die Borsten der Zahnbürste gut anfühlen. Daher gibt es unterschiedliche Arten von Aufsätzen für individuelle Anforderungen und Bedürfnisse.

Wie bei Handzahnbürsten stellt sich auch bei elektrischen Zahnbürsten zuerst die Frage, welche Borstenhärte geeignet ist. Menschen, die empfindliche Zähne beziehungsweise Zahnfleisch haben oder sich von einem zahnärztlichen Eingriff erholen, sollten weiche oder extra-weiche Borsten wählen. Zahnärzte weisen darauf hin, dass harte Borsten keineswegs Plaque wirksamer entfernen.

Bei elektrischen Zahnbürsten können Nutzer aus einer Vielzahl von Aufsteckbürsten wählen. Es gibt Borsten in unterschiedlichen Formen und Längen, die an bestimmte Zahnputztechniken angepasst sind: zum Beispiel angewinkelte Borsten, die tief in die Zahnzwischenräume reichen, ultradünne Borsten oder Aufsätze speziell für Zahnspangenträger.

Aufsteckbürsten sind oft nicht herstellerübergreifend kompatibel. Mit der Entscheidung für eine Zahnbürste entscheiden Sie sich also auch für die Zubehörteile dieses Herstellers.

Tipps für die richtige Handhabung

Auch mit einer elektrischen Zahnbürste sollten Nutzer morgens und abends jeweils mindestens zwei Minuten lang die Zähne putzen. Dabei werden etwa 30 Sekunden für einen Quadranten des Gebisses veranschlagt. Viele elektrische Zahnbürsten signalisieren etwa durch ein kurzes Aussetzten, dass es Zeit ist, die Seite zu wechseln. Nach dem Zähneputzen ist es ratsam, auch die Zahnbürste zu reinigen. Spülen Sie Griff und Bürstenaufsatz nach jedem Gebrauch unter fließendem Wasser ab und lassen Sie beide anschließend gut an der Luft trocknen. Circa alle drei Monate wird ein Wechsel des Bürstenkopfes fällig. Die Bürsten einiger Hersteller signalisieren diesen Zeitpunkt, indem die farbigen Borsten verblassen.

die vier Quadranten des Gebiss
Beim Zähneputzen ist es hilfreich, das Gebiss gedanklich in vier Quadranten zu unterteilen.

Die richtige Putztechnik

Zwar müssen Sie mit einer elektrischen Zahnbürste nicht mehr selbst „rütteln und schrubben“, ganz ohne eigenes Zutun gelingt die optimale Zahnreinigung aber nicht. Achten Sie darauf, dass jeder Zahn Aufmerksamkeit erhält, und befolgen Sie eine Putzsystematik. Besonders üblich ist hier das sogenannte KAI-System:

  • K. Begonnen wird bei den Kauflächen.
  • A: Darauf folgt die Reinigung der Außenflächen.
  • I: Schließlich werden die Innenflächen gereinigt.

Beim Gebrauch einer elektrischen Zahnbürste ist es nicht notwendig, hart aufzudrücken oder zu schrubben. Die Bürste sorgt automatisch für die Putzbewegungen, sodass sie nur an Zähnen entlanggeführt werden muss. Wer sich angewöhnt hat, beim Putzen zu fest auf die Zähne und das Zahnfleisch zu drücken, kann über die Anschaffung einer elektrischen Zahnbürste mit Andruckkontrolle nachdenken. Die genaue Putztechnik unterscheidet sich je nach Art der elektrischen Zahnbürste.

Oszillierend-rotierende Zahnbürsten haben einen runden Bürstenkopf, mit dem Sie jeden Zahn einzeln für einige Sekunden putzen müssen. Der Bürstenkopf wird parallel zu den Zähnen am Zahnfleischrand entlanggeführt. Schwenken Sie den Bürstenkopf, damit Sie auch die Zahnzwischenräume erreichen.

Schallzahnbürsten haben wie klassische Handzahnbürsten einen länglichen Bürstenkopf, der mehrere Zähne auf einmal erfasst. Genau wie bei einer Handzahnbürste wird er im 45-Grad-Winkel auf das Zahnfleisch gesetzt. Verbleiben Sie kurz dort, um die Beläge zu lockern. Danach wischen Sie diese vom Zahnfleisch zu den Zähnen hin heraus.

Je nach Putzflaeche kommt auf die richtige Technik an
Achten Sie auch beim Putzen mit einer elektrischen Zahnbürste auf die richtige Technik.

Reinigen Sie nach dem Putzen auch die Zahnzwischenräume gründlich. Für die schmalen Lücken eignen sich Zahnseide oder Interdentalbürsten. Werden die Zwischenräume regelmäßig gereinigt, verringert es die Gefahr, dass sich dort Keime ansiedeln und das Zahnfleisch oder die Zähne angreifen. Schallzahnbürsten säubern die Zahnzwischenräume dank eines technischen Tricks besonders gut. Die hochfrequenten Bewegungen erzeugen im Mund Flüssigkeitsströme, welche die Bakterien aus den Zwischenräumen spülen.

Erzeugen elektrische Zahnbürsten Zahnfleischbluten?

Aufgrund der hohen Bewegungsfrequenz von elektrischen Zahnbürsten befürchten viele Nutzer, dass diese unsanft zu Zahnschmelz und Zahnfleisch sind. Beim Wechsel von einer Handzahnbürste zu einer Rotationszahnbürste kann es anfänglich tatsächlich zu Zahnfleischbluten kommen. Im Normalfall hat sich das Zahnfleisch aber nach ein bis zwei Wochen an das neue Putzgefühl gewöhnt. Bei richtigem Gebrauch sind elektrische Zahnbürsten für das Zahnfleisch schonender als Handzahnbürsten, denn sie üben weniger Druck auf Zähne und Zahnfleisch aus. So werden Zahnfleischreizungen und eventuelle Beschädigungen der Zähne durch die Bürste reduziert. Elektrische Zahnbürsten mit einem schonenden Reinigungsmodus eignen sich besonders gut für Menschen mit empfindlichem Zahnfleisch. Zusätzlich kann die Bürste mit einem extraweichen Bürstenkopf ausgerüstet werden.

Optimale Pflege für Zahnspangenträger

An einer festen Zahnspange finden Plaque und Speisereste zusätzliche Stellen, an denen sie sich ansammeln. Brackets und Drähte stellen für eine elektrische Zahnbürste kein größeres Problem dar als für eine Handzahnbürste. Im Gegenteil, diese Nischen erreichen und reinigen elektrische Zahnbürsten besonders effektiv. Viele Hersteller haben zudem spezielle Bürstenköpfe im Angebot, die für die Reinigung um die Zahnspange herum entwickelt wurden. Für Zahnspangenträger empfehlen sich vor allem Schallzahnbürsten: Sie reinigen mit ihrer sehr hohen Geschwindigkeit die engen Zwischenräume besonders gründlich.

Weiterführende Testberichte

Achtung: Hierbei handelt es sich um einen Vergleich. Wir haben die elektrischen Zahnbürsten nicht selbst getestet.

Die Stiftung Warentest prüft regelmäßig elektrische Zahnbürsten. Im Laufe der Zeit sind 76 Tests zusammengekommen. Das Resümee dieser Testaktivität dürfte manchen überraschen: „Der aktuelle Testsieger kostet 220 Euro. Aber eine Bürste für nur 16 Euro ist kaum schlechter.“ Verbraucher, die viel Geld in die Hand nehmen, dürfen also ein Top-Modell erwarten, aber auch Sparsame finden durchwegs empfehlenswerte Geräte, die in ihr Budget passen.

Die neueste Testreihe umfasst Modelle, die seit November 2018 auf den Markt gekommen sind. Das erwähnte Topmodellist die Phillips Sonicare 9300 Diamond Clean Smart. Sie erhielt die Testnote 1,8. Die Redakteure der Stiftung Warentest bezeichnen diese Schallzahnbürste als „Luxusvariante“ und loben ihre üppige Ausstattung. Zum Lieferumfang gehören nicht nur drei Bürstenaufsätze, sondern auch ein Wasserglas zum Laden. Sowohl für die Reinigungsleistung als auch für die Haltbarkeit des Geräts („mindestens sechs Jahre“) finden die Tester lobende Worte. In den drei Kategorien des Tests – Zahnreinigung, Handhabung sowie Haltbarkeit und Umwelteigenschaften – schneidet die Zahnbürste immer mindestens mit „Gut“ ab, in der wichtigsten Kategorie, der Zahnreinigung, sogar mit „Sehr gut“.